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Zweiwöchiger Urlaub im Hotel LeCannonierIm Juli 2004 besuchten wir das erste Mal die tropische Insel Mauritius im Indischen Ozean. Vom Münchner Flughafen aus dauerte der Flug ungefähr 11 Stunden.Da der Start in Deutschland nach unserer Zeit am Nachmittag erfolgte, landete das Flugzeug gegen 5 Uhr in der Früh, lokaler Zeit, auf Mauritius. Ein kleiner Shuttlebus brachte uns vom Flughafen direkt zum Hotel. Bei der einstündigen Fahrt auf der Autobahn quer über die Insel, in Richtung Norden, konnten wir die ersten Eindrücke von der beeindruckenden Landschaft sammeln. Neben den Bergen, den weiten Zuckerrohrfeldern und den Palmen, fielen allerdings auch die alten Dörfer und die im Vergleich zu deutschen Häusern heruntergekommenen Wohngebiete auf. Als die Sonne schon hoch über dem Horizont stand, erreichten wir schließlich das 4 Sterne Hotel „Le Cannonier“ am westlichsten Zipfel der Nordküste. Die große gepflegte Hotelanlage, übersäht mit hohen Palmen, brachte uns sofort in völlige Urlaubsstimmung. Die Gebäude waren alle samt Zuckerrohr bedeckt und in einem beruhigenden hellen Farbton gehalten. Die gesamte Hotelanlage umfasste 2 Swimmingpools, eine Bar/Lounge, ein Amphitheater, ein Bootshaus, Bogenschießanlagen, Tennisplätze und weiteres. Architektonisch gesehen waren die öffentlichen Häuser sehr offen gehalten (es gab keine Türen), dafür aber großzügige Wandöffnungen, wodurch immer eine frische Brise ziehen konnte, sodass sich die Hitze kaum im Gebäude halten konnte. Nachdem wir das Hotel genau erkundet hatten, stand der erste Strandspaziergang auf dem Programm. An dieser Stelle möchte ich anfügen, das zur Zeit unseres Sommers auf Mauritius Winter herrscht, welcher jedoch weitgehend angenehme Temperaturen im Bereich zwischen 20 und 25 Grad mit sich bringt, sodass es mir persönlich eigentlich nie zu kalt war. Wie bereits erwähnt liegt das Hotel am westlichsten Zipfel der Nordküste auf einer kleinen Landzunge. Dadurch war die Hotelanlage zum größten Teil von Strand umgeben. Bei unserem Spaziergang testeten wir dann auch sofort die Qualität des Sandes, welche sich jedoch als eher mangelhaft erwies, da er für meinen Geschmack zu grobkörnig war. Des Weiteren störten teilweise die großen Steine im seichten Wasser, wenn man z.B. Schnorcheln gehen wollte. Hingegen war das Meerwasser einfach traumhaft. Das türkisfarbene Wasser, wie aus einem Bilderbuch, hinterließ sofort prägende Eindrücke. So spielte auch das Wetter mit und bescherte uns gleich am ersten Abend einen traumhaft schönen Sonnenuntergang, wobei man der Sonne förmlich zusehen konnte, wie sie in den Ozean eintauchte. Ebenfalls unbeschreiblich schön, war das Farbenspiel am Himmel, nachdem die Sonnen verschwunden war. Der große Vorteil an der Lage des Hotels war, das man sowohl Sonnenauf-, also auch Sonnenuntergang im Wasser sehen konnte. Ein gewöhnlicher Tag auf Mauritius begann für uns um 8 Uhr mit dem Frühstück in dem großen von Zuckerrohr bedeckten und nur von Säulen gestützten „Speisehaus“. Dort erwartete uns jeden Morgen ein reichhaltiges Buffet mit frischen Früchten aus tropischen Ländern, aber auch diverse gewohnte europäische Kostbarkeiten. An Reichhaltigkeit und Menge hatte es an Essen wirklich nie gefehlt. Nach dem Frühstück stand entweder ein gemütlicher Strandspaziergang an oder eine kleine Runde Schwimmen im Meer. Möglichkeiten gab es viele, wie man seinen Tag persönlich gestalten konnte: Entspannen am Strand, Strandspaziergänge, sportlich aktiv, ... . Zu den sportlichen Aktivitäten zählten z.B. Wasserski, Kajak oder Tretboot fahren, Tennis spielen, Bogenschießen und natürlich Schnorcheln im seichten Wasser. Besonders das letztgenannte bot sich aufgrund der dortigen Bedingungen sehr gut an. Die Unterwasserwelt mit prächtigen Korallen und diversen Fischarten, welche großteils ungefährlich waren, lud zum Schnorcheln ein. Angestellte vom Hotel fuhren uns mit dem Boot zu jeder beliebigen Stelle raus. Alle Sportarten waren natürlich im Hotelpreis mit einbezogen, sodass man alles, so oft es einem Spaß machte, wiederholen konnte. Einziges Manko: Es fehlte ein Golfplatz. Somit haben wir die meisten Tage unseres Aufenthaltes auf Mauritius mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Sport und Erholung gestaltet. Abends gab es wieder ein mannigfaltiges Buffet mit verschiedensten Kostbarkeiten. An dieser Stelle möchte ich besonders die Freundlichkeit des Personals, nicht nur beim Dinner, hervorheben. Stets zuvorkommend und immer höflich waren alle Angestellten bemüht unseren Urlaub so schön wie möglich zu gestalten. Das Ambiente wurde noch durch eine Band, die jeden Abend Live-Musik spielte, perfektioniert. Nach dem Essen konnte man dann den Tag mit einem kleinen Cocktail in der direkt am Strand gelegenen Bar ausklingen lassen. Des Weiteren gab es regelmäßig ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm, welches den Urlaubern die einheimische Kultur mit Tanz und Musik näher brachte. Da wir die zwei Wochen natürlich nicht nur innerhalb der Hotelanlage verbringen wollten, haben wir drei Touren über die Insel direkt bei unserem Reiseanbieter gebucht. Dazu zählten eine Fahrt mit einem großen Katamaran entlang der Ostküste, die Besichtigung des „Farbigen Südens“ der Insel und eine Kombinationstour aus dem botanischen Garten „Pamplemousses“ und der Hauptstadt Port Louis. Die erstgenannte Tour war ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Mit dem Katamaran fuhren wir die Küste entlang, konnten weit entfernt vom Strand schorcheln und die Insel aus einem ganz neuen Blickwickel betrachten. Nachdem wir mit dem Boot an Land angelegt hatten, wurden wir mit einem Kleinbus zu einem hochgelegenen traditionellen Restaurant gebracht, von wo aus wir einen herrlichen Blick auf die Berge und das Meer hatten. Der zweite Ausflug brachte uns in den Süden der Insel, wo wir die siebenfarbige Erde von Chamarel betrachten konnten. Die Erde besaß tatsächlich sieben verschiedene Farbtöne, welche in der vulkanischen Entstehung begründet waren. Die verschiedenen im Braunton gehaltenen Färbungen standen wunderbar im Kontrast zu dem wolkenlosen blauen Himmel und den immergrünen saftigen Bäumen. Die siebenfarbige Erde war ein einzigartiges Naturschauspiel. In der Nähe dieser Sehenswürdigkeit lag der höchste Wasserfall von Mauritius, immerhin ca. 90m hoch. In den Alpen gibt es jedoch zahlreiche beeindruckendere Wasserfälle, als diesen. Die dritte Tour ging zuerst in den botanischen Garten „Pamplemousses“, wo wir die verschiedene exotische Pflanzenarten anschauten, angefangen bei den Palmen über die riesengroßen Seerosen. Danach führte uns die Reise in die Hauptstadt Port Louis. Dort boten sich einige attraktive Einkaufsmöglichkeiten. Wer günstig shoppen wollte, besuchte die Markthalle und die umliegenden kleinen Stände im Zentrum von Port Louis. Wegen den Taschendieben im großen Gedränge sollte man jedoch etwas vorsichtig sein. Neben dem Markt gibt es ein großes Einkaufszentrum: „Waterfront“. Das nach westlichen Maßstäben gebaute Einkaufszentrum bietet viele Einkaufsmöglichkeiten von mauritianischen Handarbeiten, Textilien und Schmuck, allerdings auch zu Touristen-Preisen. Wie immer vergingen die zwei Wochen Urlaub wie im Fluge, sodass sich die schöne Zeit dem Ende neigte. Für mich war es bis jetzt der schönste Urlaub. Die Landschaft, die Menschen, die Sterne, das Klima. Bis zur hoffentlich nächsten Reise bleiben viele Erinnerungen an das Paradies, an Mauritius. |